Studienkirche St. Ursula

Innenansicht St. Ursula

 

 

Außenansicht St. Ursula

 
   

 

Die Studienkirche St. Ursula gehörte zum ehemaligen Ursulinenkloster. Sie wurde im Zusammenhang mit der Errichtung deren Kloster in den Jahren 1700 - 1701 durch den Kurfürsten und Pfalzgrafen Johann Wilhelm (Regierungszeit 1690 - 1716) erbaut. 1816 wurde die Kirche zusammen mit den Klosterbauten durch die Stiftung erworben und ist seit dieser Zeit die Studienkirche der Seminaristen. Nach Ende des Seminarbetriebs wurde die Kirche bis 2008 von den Studenten der Fachakademie für Gemeindepastoral genutzt. Seit Ende der Fachakademie kann die Kirche für Hochzeiten, Juiläum, Taufen, Konzerte, Gottesdienste, etc. gebucht werden. Die Studienkirche gehört zur Pfarreiengemeinschaft St.Peter und Hl. Geist. 

Öffnungszeiten:  
Montag bis Donnerstag 9.00 - 16.00 Uhr
Freitag 9.00 - 13.00 Uhr
Samstag und Sonntag 9.00 - 16.00 Uhr
In den Ferien können die Öffnungszeiten abweichen.

Die Kirche hat ca. 160 Sitzplätze zzgl. Empore.

Für Fragen, Buchungen und Führungen wenden Sie sich bitte an die Stiftungsverwaltung:
Kontakt: Frau Wiedenhöfer und Frau Ruhstorfer
Montag - Freitag von 8.00 - 12.00 Uhr

Architektur:

Die Kirche wurde durch Herrn Valerian Brenner, hochfürstlicher Baudirektor in Augsburg,  im Stile des süddeutschen Hochbarock erbaut. 

Äußere Gestaltung:
Anbau an das vorher bestehende Gebäude, daher keine Ausrichtung nach Osten. Anlehnung der Turmfassade an die der etwa 100 Jahre vorher errichteten Hofkirche in der Oberen Stadt. Der oktogonale Turm ist mit einer Zwiebelhaube bekrönt. Im Segmentgiebel ist das Wappen des Stifters Johann Wilhelm zu sehen. Zudem gibt es eine Freitreppe mit korbbogigem Portal.

Innere Gestaltung:
Einschiffiger Kirchenbau, Kirchenschiff mit drei Jochen, eingezogener Chorraum. Zahlreiche Pilaster mit hervorstehenden Kapitellen betonen die Vertikale, Neue Oratorien geben den horizontalen Ausgleich für eine beeindruckende Kirchenarchitektur. Stuckdekor - reich aber nicht überladen - bestehend aus Rahmenwerk, Kartuschen kräftigen Akanthusranken, Rosetten, Blättern und Blühten von Nicolaus Perti aus der Erbauungszeit. 

Prächtiger Hochaltar mit dem Gemälde des Martyriums der Kirchenpatronin St. Ursula. Seitenaltäre mit der Darstellung der Heiligen Familie (linker Seitenaltar) und des Heiligen Augustinus mit Heiligen des Augustinerordens sowie der Gründerin des Ursulinenordens Angela Merici (rechter Seitenaltar).

Eindrucksvolle Deckenfresken darstellend die Dreifaltigkeit (im Chorraum), die Heilige Ursula als Schutzmantelmadonna (im Kirchenschiff ), den Kirchenvater Augustinus und (durch die Orgel verdeckt) die Vision der Ordensgründerin Angela Merici.

Bemerkenswert der prächtige barocke Beichtstuhl, gekrönt mit der Büste des Heiligen Johannes Nepomuk, dem Wahrer des Beichtgeheimnisses; reich mit Putten verzierte Kanzel mit den Symbolen der Evangelisten. Die Kirche besticht durch ihre Geschlossenheit, Stilreinheit und theologische Aussagekraft.